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Umnutzungskonzept für den litauischen Pavillon der Expo 2000 in Hannover
Branding Design, Strategisches Design, Corporate Design

2020
Zwanzig Jahre nach der Eröffnung der Expo in Hannover wurden die damaligen Zukunftsvisionen von der Realität eingeholt. Viele der futuristischen Pavillons wurden abgerissen oder verfallen, darunter der litauische Pavillon. Das Umnutzungskonzept kombiniert die ursprüngliche Themenwelt der Luftfahrt mit Elementen litauischer Kultur. Entstanden ist ein visuelles Erscheinungsbild für ein Kulturkino, in welchem litauische Filme und Dokumentationen gezeigt werden.
Entstehung der Wort-Bild-Marke aus der Vogelperspektive des Pavillons
Prozess
Was passiert mit dem litauischen Pavillon nach der Ausstellung?
Von Futurismus zu Vandalismus

Problem 
Der litauische Pavillon stach mit seiner gelben Farbe, der ungewöhnlichen Form und der großen Fensterfront auf der Expo 2000 hervor. Thematisch spiegelte er die litauische Kultur wider, mit einem Schwerpunkt auf Luftfahrt.  Besuchende konnten die Kultur Litauens erkunden und in einem Kino einen virtuellen Flug über das Land erleben. Über die Jahre gab es immer wieder neue Nutzungsideen und Investitionspläne. Heute ist der Pavillon stark durch Vandalismus beschädigt, zeitweise stand sogar ein Abriss im Raum.
Wie kann die ursprüngliche Themenwelt des Pavillons in die neue Nutzung einfließen?
Luftfahrt trifft litauische Kultur

Idee
Das auffälligste Merkmal des litauischen Pavillons ist seine Form, die an ein Düsentriebwerk erinnert und die Luftfahrtgeschichte Litauens widerspiegelt. Darauf wollte ich aufbauen und die ursprüngliche Themenwelt weiterdenken. Bei der Recherche des Standorts fiel mir auf, dass der Pavillon aus der Vogelperspektive betrachtet wirkt, als würde man über ihn fliegen. Eine Perspektive, die das entwickelte visuelle Konzept für die Umnutzung inspirierte.
Wie lässt sich die Architektur des Pavillons in ein durchgängiges Erlebnis übersetzen?
Das visuelle Konzept

Konzept
Das Umnutzungskonzept übersetzt die Form und Besonderheiten des Pavillons in ein durchgängiges visuelles und räumliches Erlebnis. Das Kulturkino integriert Architektur, Branding und Storytelling: Kinotickets, Menü und Logo nehmen die Form des Pavillons auf, das Design greift die gelbe Farbe und futuristische Form auf. Besuchende erleben Litauens Kultur und Luftfahrtgeschichte interaktiv, während die Gestaltung einen Wiedererkennungswert schafft und die besondere Identität des Pavillons erhält.
Übersicht aller Printmedien, die zur Anschauung des visuellen Erscheinungsbildes entwickelt worden
Weitere Gestaltungselemente
Typografie
Die gewählten Schriften orientieren sich an der Form und Identität des Pavillons. Die sans-serif Schrift „Lemon Milk“ fungiert als prägnante Headline-Schrift und ist Bestandteil des Logos. Sie vermittelt Modernität, während die funktionale „Futura“ für Fließtexte und Sublines eingesetzt wird, klar lesbar ist und Orientierung bietet. Beide Schriften berücksichtigen litauische Akzente und unterstreichen so die kulturelle Anbindung des Projekts.

Farbauswahl
Die Primärfarben orientieren sich am Pavillon, mit Gelb als markantem Wiedererkennungsmerkmal. Schwarz bildet den Kontrast für die Schrift. Rot und Grün aus der litauischen Flagge werden gezielt für Hervorhebungen genutzt, etwa zur Kennzeichnung von Empfehlungen auf der Speisekarte oder zur Orientierung auf der Übersichtskarte, und unterstützen die Funktionalität, ohne die reduzierte Gestaltung zu überladen.
Credits
Das Projekt ist im Rahmen meines Bachelorstudiums an der Hochschule Hannover entstanden.
Kurs: Grundlagen Visuelle Kommunikation bei Jasper Otto Eisenecker im Sommersemester 2020

Weitere Projekte

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